…because short skirts speak for lonely souls,
A. Warhol
…because short skirts speak for lonely souls,
A. Warhol
Dare my sibling. Near my Blood. Anxious to grow up.
Ana Kim by Marcel Kamps
HERBST (1998, Cologne)
Seichter Wind,
rinnet am Blatt mit Morgentau.
Es ist eine Suende, zu treten,
durch undurchsichtige Harmonie.
Der Duft des Moder und der Geruch der Zeder
umgeben mein Vakuum mit Freiheit,
einer weissen Feder gleich.
Schwarz, und der Niesel kuehlt
meine Herzensglut,
die noch immer weilt an mir.
Zaehle langsam bis fuenf, ohne Bilder zu sehen
ich schlafe als Tagtraeumer
ich wache als Nachtschwaermer
ich bringe meine wahren Luegen hervor
und luege die Wahrheit
meine Freunde sind Feinde und
ich pflege wenig Freundschaft
um des Freundes wohlwollen willen
Salzwasser kuehlt die Hitze des Sonnenfeuers nicht
mein Suesswasser und Mondsteine traenken nur die wenigen Seelen um mich
drueber nur Masken, im Kreis ungeschminkt
und sie wissen nicht woher sie kommen
denn sie wissen nicht wohin sie gehen
und Zufall und Schicksal nur in unser Munde
dennoch Hoffnung aller Leben regiert
i consider writing my strength, but was never consistent enough in the context of my time up until now.
what does it mean to write a journal or a diary or poetry or reality. back in the day we could enjoy hard copies, something graspable… something. something. something.
now it looses itself by putting it on the web which has become the new collective un/conscience (the new god, the new doktor sommer, the new carefree knowledge that shifts the social status back to 0) and wether or not people are reading this, i started feeling the desire of words again. be there an audience or not~ but silently hoping there will be a me in the context of you.
to be continued…
Gretchen:
Oh, mein heilig Mütterlein!
Endlich kommest Du daheim.
Gewartet auf Dich,
eine Ewigkeit hab’ ich.
Konnt ‘gar schon die Fäden meines Kleides zählen.
Mutter:
Heilig, ich Dir sein sollt’ nicht,
nur der heilig Vater soll’s Dir sein.
Unser eins war draußen, um unsere Armut zu schmälen.
Doch sprich mein Kind,
was Dich so euphorisch stimmt.
Gretchen:
Warst Du einst je so verwirrt,
daß Nächte über Tage flossen?
Dein Herz und Dein Kopf je so verirrt,
daß Schauer über Deinen Rücken gossen?
Mutter:
Hört, hört! Mir ist das Gefühl sehr, sehr vertraut.
was muß ich hören und fühlen aus Deinem Munde?
Ich sehe es auch durch Dein glühend Aug’,
Von Deinem ersten Tag an habe ich gewartet diese Stunde.
Gretchen:
Oh Mutter, in Rätsel führst Du grad’ meinen Verstand.
Mutter:
Es ist der Weg des ew’gen Lebensband.
Verliebt hast Du dich!
Gretchen:
Oh Mutter, welch Idee würd’ ich jemals haben nicht.
Doch gibt es einen Herrn,
dessen Namen ist in aller Munde wohl.
Sein Wort berührt hat mein Ohr und sein Antlitz meinen Kern.
Doch hat er bedacht dabei mein eigenes Wohl?
Vor Gott, ich verberg mein Gesicht in meinen Händen,
unkeuscher Gedanken wegen.
Hab Angst, wird mein brennend Herz verbrennen
und die Asche in’s Jenseits fegen?
Ich sehe nähmlich jetzt durch einen Spiegel rätselhaft,
dann aber von Angesicht zu Angesicht.
Mutter:
Jetzt ist Dein Erkennen Stückwerk nicht,
dann aber wirst Du erkennen jede einzelne Schicht,
die auch ich erkannt habe und geschafft.
Nur Mut mein Kind,
es gibt nur einen Weg zur Klarheit, nur einen Weg zu sein.
Gretchen:
Deine Worte sind…
Wie Federn, die Taten wie Stein.